Zum Hauptinhalt springenZum Fußbereich springen
Denkwerkstatt

Vortrag am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Am Dienstag, dem 29. September 2026, stellte ich bei einer Veranstaltung der Kerntechnischen Gesellschaft (KTG) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) den Entwicklungsstand von Copenhagen Atomics vor.

15 Minuten sind kurz, wenn man über eine Technologie sprechen möchte, die unsere Energieversorgung grundlegend verändern könnte. Diese Zeit hatte ich am 29. September bei einer Veranstaltung der KTG am KIT in Karlsruhe, um Copenhagen Atomics und den Entwicklungsstand seines Thorium-Flüssigsalzreaktors vorzustellen.

Überraschend: das Publikum

Die erste Überraschung war das Publikum. Ich hatte eine Veranstaltung überwiegend für Studierende erwartet. Stattdessen waren zahlreiche Vertreter aus Industrie, Politik, Verwaltung und Wissenschaft anwesend. Das Interesse reichte deutlich über den Hochschulbetrieb hinaus.

Als Investor und Aufsichtsratsmitglied begleite ich Copenhagen Atomics seit mehreren Jahren. Das Unternehmen entwickelt kompakte Reaktormodule, die künftig in Serie gefertigt werden sollen. Ziel ist eine verlässliche, CO₂-arme und wirtschaftliche Energieversorgung. Die Nutzung von Thorium und perspektivisch auch langlebigen Bestandteilen abgebrannter Brennstoffe eröffnet zusätzliche Möglichkeiten.

Ein Schwerpunkt meines Vortrags waren die geplanten experimentellen Arbeiten am Paul Scherrer Institut in der Schweiz. Sie sollen helfen, das Konzept unter nuklearen Betriebsbedingungen zu überprüfen. Bis zur kommerziellen Nutzung müssen technische Nachweise erbracht und Genehmigungsverfahren durchlaufen werden.

Unbekannte Möglichkeiten

Mein Eindruck an diesem Abend: Vielen war noch nicht bewusst, welche Möglichkeiten Copenhagen Atomics verfolgt. Genau deshalb braucht es solche Begegnungen zwischen Forschung, Unternehmen, Politik und Verwaltung. Neue Technologien verdienen eine sachliche Prüfung ihrer Chancen und Herausforderungen.

Für mich steht dahinter eine entscheidende Frage: Wie sichern wir eine bezahlbare, zuverlässige Energieversorgung, die unserer Industrie eine Zukunft gibt und unseren Wohlstand trägt?

Ich bin überzeugt, dass neue Kernenergie dazu einen wichtigen Beitrag leisten kann. Mit gestärkter Zuversicht bin ich an diesem Abend nach Hause gefahren.

Ihr Wilfried Hahn

PS: Hier finden Sie als pdf mein Vortragsmanuskript …

Vorheriger Beitrag
Wenn die Wissenschaft ihre Meinung ändert
Nächster Beitrag
„First Principles“-Denken und die Energiewende

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren.

1 × 5 =

Ähnliche Beiträge